Flächendeckende Palliativversorgung geplant

Eine Fachtagung der CSU-Fraktion zur Hospiz- und Palliativversorgung fand vor kurzem im Bayerischen Landtag statt. Geplant ist zusammen mit Experten aus der Hospiz- und Palliativersorgung ein bedarfsgerechtes Angebot in Bayern weiterzuentwickeln. Wolfgang Falch, DBfK-Bildungsreferent und Ansprechpartner für den Bereich Palliativpflege, vertrat die Bayerische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge).

Zum Thema spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) brachte Falch erneut die Kritik ein, dass nach den gemeinsamen Empfehlungen der Spitzenverbände der  Krankenkassen die fachlichen Zugangsvoraussetzungen für die Mitarbeiter/-innen in einem SAPV-Team zu hoch angesetzt seien. „Alle Bemühungen, die SAPV flächendeckend zu etablieren drohen damit zu scheitern.“ Auch bei der Diskussion um die allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) ging es um die Qualifikation der Akteure. Falch machte sich für ein adäquates Pflegepersonalbemessungssystem stark: „Dann ist die AAPV  ohne zwangsverordnete weitere Qualifizierung bereits heute machbar.“ Schließlich brachte Falch noch eine kostenneutrale Möglichkeit der Leistungserbringung vor. Er forderte  für die Versicherten die Möglichkeit, das ihnen laut Pflegestufe / SGB XI zustehende Geld in Form eines Budgets selbstverantwortlich einsetzen zu können.