Kommentar
Verantwortung übernehmen
Sind Sie auch so erstaunt und gleichzeitig erfreut darüber, wie diese Fußballweltmeisterschaft die Menschen miteinander verbunden hat? In manchen Nationen standen die Menschen wie ein Mann hinter ihren Mannschaften, während andere Mannschaften sich förmlich auflösten. Die Journalisten in den Redaktionen schrieben immer seltener über das Spiel an sich und immer öfter über Teamgeist und Verantwortung, Führungsfiguren und Vorbilder.
Bevor die Fußballweltmeisterschaft die Schlagzeilen bestimmte wurden wir von anderen Nachrichten in den Bann gezogen: Da wären der Ausrutscher und der darauf folgende Rücktritt der Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche Deutschlands Margot Käßmann, der überraschende Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler und die unerwartete Ankündigung von Roland Koch, von seinem Amt als Ministerpräsident Hessens zurückzutreten. Teilweise kam das Gefühl auf, es sei „in“ Verantwortung abzugeben.
Nun rettet uns die Fußballweltmeisterschaft nicht durch die Herausforderungen dieser Zeit. Sie zeigt aber, dass sich Mannschaften ohne Halt auflösen und Mannschaften, die nur aus Stars mit individuellen Stärken bestehen, scheitern und sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden.
Wenn wir Pflegenden nicht dasselbe Schicksal erleiden wollen brauchen wir gemeinsame Ziele und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Damit allein ist es jedoch nicht getan. Die Menschen, die sich bereit erklären Verantwortung für ihr Team zu übernehmen, brauchen Rückhalt und das Bewusstsein, von ihrer Mannschaft getragen zu werden.
Pflegende haben täglich mit Situationen zu kämpfen, in denen sie sich entscheiden müssen, Verantwortung zu übernehmen. Sei es für einen Patienten oder Bewohner, für ihre Station, ihre Einrichtung oder in ihrer Familie. Nicht selten sind personelle Engpässe dabei gleichzeitig Motor und Hindernis. Die Stellensituation in vielen Einrichtungen ist extrem angespannt – Sie erleben das jeden Tag in Ihren Bereichen. Da hilft es Ihnen nicht, dass der GKV- Spitzenverband im Juli zum Stellenförderprogramm von 2009 verkündet, es seien im letzten Jahr ca. 186 Millionen Euro zur Verbesserung der Pflegesituation zur Verfügung gestellt worden. Dies entspreche etwa 5.500 Stellen. Bisher beruhen diese Zahlen nur auf Schätzungen, die erst noch durch konkrete Zahlen belegt werden müssen. Ob es am Ende mehr Pflegende in den Krankenhäusern geben wird oder nicht, werden erst die Zahlen des Statistischen Bundesamts am Ende des Jahres zeigen.
Für die Pflegenden sind diese Zahlenspiele in den seltensten Fällen eine befriedigende Lösung. Am ehesten können Sie Ihre Situation verbessern, wenn Sie sich in Ihrer Mannschaft Verbündete suchen, um gemeinsam Schritt für Schritt weiter voran zu kommen. Suchen Sie sich Verbündete und übernehmen Sie Verantwortung für die Gemeinschaft der Pflegenden. Zeigen Sie, dass wir an einem Strang ziehen - in Ihren Einrichtungen ebenso wie durch Ihre Mitgliedschaft in unserem Verband.
In diesem Sinne wünsche Ich Ihnen noch eine angenehme Sommerzeit,
Ihre
Eva Lohscheidt
Mitglied des DBfK-Bundesvorstands
Bevor die Fußballweltmeisterschaft die Schlagzeilen bestimmte wurden wir von anderen Nachrichten in den Bann gezogen: Da wären der Ausrutscher und der darauf folgende Rücktritt der Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche Deutschlands Margot Käßmann, der überraschende Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler und die unerwartete Ankündigung von Roland Koch, von seinem Amt als Ministerpräsident Hessens zurückzutreten. Teilweise kam das Gefühl auf, es sei „in“ Verantwortung abzugeben.
Nun rettet uns die Fußballweltmeisterschaft nicht durch die Herausforderungen dieser Zeit. Sie zeigt aber, dass sich Mannschaften ohne Halt auflösen und Mannschaften, die nur aus Stars mit individuellen Stärken bestehen, scheitern und sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden.
Wenn wir Pflegenden nicht dasselbe Schicksal erleiden wollen brauchen wir gemeinsame Ziele und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Damit allein ist es jedoch nicht getan. Die Menschen, die sich bereit erklären Verantwortung für ihr Team zu übernehmen, brauchen Rückhalt und das Bewusstsein, von ihrer Mannschaft getragen zu werden.
Pflegende haben täglich mit Situationen zu kämpfen, in denen sie sich entscheiden müssen, Verantwortung zu übernehmen. Sei es für einen Patienten oder Bewohner, für ihre Station, ihre Einrichtung oder in ihrer Familie. Nicht selten sind personelle Engpässe dabei gleichzeitig Motor und Hindernis. Die Stellensituation in vielen Einrichtungen ist extrem angespannt – Sie erleben das jeden Tag in Ihren Bereichen. Da hilft es Ihnen nicht, dass der GKV- Spitzenverband im Juli zum Stellenförderprogramm von 2009 verkündet, es seien im letzten Jahr ca. 186 Millionen Euro zur Verbesserung der Pflegesituation zur Verfügung gestellt worden. Dies entspreche etwa 5.500 Stellen. Bisher beruhen diese Zahlen nur auf Schätzungen, die erst noch durch konkrete Zahlen belegt werden müssen. Ob es am Ende mehr Pflegende in den Krankenhäusern geben wird oder nicht, werden erst die Zahlen des Statistischen Bundesamts am Ende des Jahres zeigen.
Für die Pflegenden sind diese Zahlenspiele in den seltensten Fällen eine befriedigende Lösung. Am ehesten können Sie Ihre Situation verbessern, wenn Sie sich in Ihrer Mannschaft Verbündete suchen, um gemeinsam Schritt für Schritt weiter voran zu kommen. Suchen Sie sich Verbündete und übernehmen Sie Verantwortung für die Gemeinschaft der Pflegenden. Zeigen Sie, dass wir an einem Strang ziehen - in Ihren Einrichtungen ebenso wie durch Ihre Mitgliedschaft in unserem Verband.
In diesem Sinne wünsche Ich Ihnen noch eine angenehme Sommerzeit,
Ihre
Eva Lohscheidt
Mitglied des DBfK-Bundesvorstands